Besonders zu nennen ist der Gitarrist Hans Schneider,
der mit glasloser schwarzer Brille immer dann übernahm,
wenn Buddy Holly gefragt war.
Dann natürlich der Bandleader Tom Brüderl.
Mit welcher Liebe er die Rock and Roll –Größen
wiedergibt, wie er mit feiner lauter und sicherer Stimme
Stück um Stück aneinander reiht, immer konzentriert
und mit Leidenschaft dabei, ist wunderbar. Ab dem zweiten
von drei Sets trat dann auch immer öfter das neue
Mitglied, die Sängerin Maria Deiss allein oder
im Duett mit in den Vordergrund. Eine kleine Person
im stilechten feinen Kleid aber mit einer warmen und
überraschend kräftigen Stimme.
Wunderbar die Duette mit Tom Brüderl in den Schmusesongs
von Ted Herold und Peter Kraus. Glanzvoll in ihrer Schlussnummer
Fever nur von Kontrabass und Schlagzeug begleitet.
Dazwischen lag ein picke-packe voll gepackter Musikabend
mit einem erstaunlich breiten Spektrum an Rock an Roll
Musik.
Wenn man die die Namen nur liest, vermeint man die Musik
zu hören.
„Sally“ von Fats Domino, Elvis mit „Don’t
be Cruel“, Bill Haley mit „Rock around the
clock“, Jerry Lee Lewis mit „Great balls
of fire“, aber auch die deutschen Größen
wie Ted Herold mit „Ich bin ein Mann“, Peter
Kraus „Ich möchte mit Dir träumen“,
Freddy Quinn „So geht das jede Nacht“.
Nicht nur die Tänzer, alle im Saal aus jener Generation
waren entzückt, und vorher noch altersangemessen
müde Knochen, warfen allen Ballast ab und rockten
und swingten mit.
Die Musiker hatten daran kräftigen Anteil. Der
Kontrabass Mann Max Stadler immer lebhaft dabei, das
Schlagzeug mit Sepp Schneider, sicher schnell und vorantreibend.
Flinke Tastenläufe, sanftes Tastenstreicheln von
Michael Jell am Klavier.
Klare Einsätze, treffliche Begleitung vom Saxophon
mit Johannes Wienberg.
Für viele war dieser restlos ausverkaufte Abend
der Staudacher Musikbühne eine Reminiszenz an die
frühe Jugend, für andere der neue Musiktrend
auf den Tanzflächen der heutigen Jugend, und wer
dabei war, wird sich noch lange gern an die lässigen
Tänzer, die fliegenden Mädchen und die gute
alte Zeit erinnern.
Text : Ludwig Flug
Vorverkauf: 12 EUR (Sitzplatz)
Abendkasse: 14 EUR (Sitzplatz)
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